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Archive for September 2007

Es ist schon lustig. Da verweisen gerade DonAlphonso und einige andere Blogger mehr auf unseren Artikel über die Suchmaschinenoptimierung und das Linkfarming der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und genau zu dem Zeitpunkt „entdeckt“ ein gewisser Achim H. von einem neoliberalen Schmuddelblog mit dem Namen Antibürokratieteam, dass das INSM-Watchblog gesperrt sei. Zugleich verleumdet er unserereins als Anti-INSM-Hassblogger, womit er wohl den Bogen zu Hasspredigern spannen will und uns somit mit Terroristen auf eine Stufe zu stellen versucht – putzig.

Dumm an dem Ganzen ist nur, dass die kleine FDP-Leuchte Achim H. seine Leser täuscht, weil er sie auf die alte URL http://insm.wordpress.com verweist, welche in der Tat gesperrt wurde. Allerdings nicht, weil es WordPress.com angeblich zu bunt geworden wäre, wie Achim H. verlogen schreibt, sondern aus namensrechtlichen Gründen. Aber mit so vielen Fakten ist man als moderner Neoliberaler offenbar hoffnungslos überfordert, nicht wahr, Herr H.? :mrgreen:

Pikant ist dann noch, dass er mit dem Titel INSM-Watchblog 2.0, welcher unser zukünftiges Blog auf eigenem Webspace bei einem Hoster im Ausland bezeichnet, ebenfalls auf das alte, aus namensrechtlichen Gründen gesperrte Blog bei WordPress.com verweist, obwohl die richtige URL dazu http://www.insmwatchblog.org lautet. Weiterhin zitiert er Titel von Artikeln aus dem aktuellen INSM-Watchblog bei WordPress.com (z.B. Wie die INSM bedürftige Familien bestehlen lassen will) in diesem Kontext. Diese Artikel sind aber nicht im INSM-Watchblog 2.0 abrufbar, sondern nur hier. Im alten, gesperrten Blog insm.wordpress.com waren die Artikel natürlich auch nicht vorhanden, da die Sperre schon lange zurückliegt. Wir dürfen also davon ausgehen, dass er auch dieses aktuelle INSM-Watchblog bei WordPress.com gefunden hatte, als er den Beitrag verfasste.

Was bedeutet dies nun? Ganz einfach: Achim H. von Antibürokratieteam.net wurde vielleicht von irgendwem darum gebeten, ein wenig gegen das INSM-Watchblog zu trommeln, weil wir so ziemlich jede neue Propaganda-Aktion der INSM kritisch zerlegen. Denn wir gehen davon aus, dass selbst H. als neoliberaler FDP-Kasper kein kompletter Vollhonk ist, der nicht dazu in der Lage wäre, Google zu benutzen, um die aktuelle URL des INSM-Watchblogs bei WordPress.com herauszufinden. Die zitierten Überschriften aktueller Artikel belegen einwandfrei, dass er es auch gefunden hat. Aber dann hätte er ja nicht die Falschmeldung platzieren können, dass die „Anti-INSM-Hassblogger“, welche in seinem Weltbild ja wahrscheinlich mindestens so gefährlich sind wie islamistische Terroristen, angeblich von WordPress.com gesperrt wurden.

Hätte sich Achim H. hingegen einmal mit den Fakten befasst, dann hätte er auch diesen Artikel finden können, wo wir darüber berichten, dass wir einen weiteren Zensurversuch der INSM erfolgreich abwehren konnten, nachdem diese neoliberale Propaganda-Staffel der Arbeitgeberverbände versucht hatte, ein Urteil des OLG Hamburg über unternehmensname-blog auch auf das INSM-Watchblog anzuwenden, obwohl niemand unter unternehmensname-watchblog ein offizielles Blog der betreffenden Firma erwarten würde.

Wir danken Achim H. und seinem merkbefreiten Antibürokratieteam dafür, dass er sich selbst so simpel als Lügner und Desinformant geoutet und einmal im Kleinen gezeigt hat, wie „wahrheitstreu“ Neoliberale doch sind. Vielleicht sollte er sich angesichts dieses sehr biegsamen Verhältnisses zur Wahrheit sogleich als Mietmaul der INSM verpflichten? Wir haben uns über seinen lächerlichen Beitrag jedenfalls köstlich amüsiert :mrgreen:

Für diejenigen Leser, die schon lange am neoliberalen Gebrüll von Leuten wie Achim H. oder der INSM zweifeln, haben wir noch einen interessanten Artikel über Privatisierungen gefunden:

Werner Rügemer: Privatisierung – Anatomie einer profitablen Täuschung

Allen Neoliberalen hingegen wünschen wir an dieser Stelle gute Besserung! :mrgreen:

Hinweis: Herr H. legt Wert auf die Feststellung, dass er sich in der richtigen URL des INSM-Watchblogs geirrt habe. Allerdings stellt sich für uns die Frage, wie er zugleich über eine angebliche Sperre berichten und aktuelle Artikelüberschriften zitieren konnte. Seit wann ist denn ein Blog gesperrt, wenn man frei darauf zugreifen kann? Wie dem auch sei, da wir am Wochenende Besseres zu tun hatten, als vor dem Rechner zu hocken, haben wir leider keine Screenshots mit Uhrzeit, wann möglicherweise eine Korrektur vorgenommen wurde. Wir respektieren daher Herrn H.s Wunsch nach Anonymität, da wir uns selbst darin bewegen, und haben den Nachnamen im Beitrag abgekürzt.

PS: Allerdings verbreitet Herr H. schon wieder Unsinn, wenn er behauptet, dass es „strafbar“ gewesen sei, die alte Adresse http://insm.wordpress.com zu nutzen. Dies ist falsch, da nur strafbar ist, was im StGB und Nebengesetzen dazu erfasst ist. Dies ist bei namensrechtlichen Angelegenheiten nicht der Fall. Interessant ist hingegen, dass Herr H. beim Thema Domaingrabbing besser nicht mit Steinen im Glashaus werfen sollte… 😆

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“INSM”, “Ranking” und “seriös”, man-o-man, selten so gelacht!

fd bei Thomas Pleil

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Bereits vor einigen Wochen stellten wir die Frage, ob sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) angesichts der zahlreichen Domains für jedes Mini-Projekt und jedes Element ihrer perfiden Arbeitgeber-Propaganda zur Spamsau entwickeln würde. Mittlerweile hat sich diese Entwicklung anhand mehrerer Faktoren bestätigt:

Da wäre zum Beispiel das Bundesländer– und Städteranking der INSM, welches von der Wirtschaftswoche in publizistisch geradezu unverantwortlicher Art und Weise veröffentlicht wird. Hier werden die Grenzen von Journalismus und PR in absolut unzulässiger und unprofessioneller Art und Weise verwischt, damit die WiWo Propaganda des Arbeitgeberlagers als billigen Content nutzen kann. Die WiWo veröffentlicht das sehr wahrscheinlich vorrangig nach Wirtschafts- und Arbeitgeber- Maßstäben gewichtete Ranking und zahlreiche andere Medien schreiben davon ab, ohne auf diesen Umstand hinzuweisen.

Zugleich veröffentlicht die INSM inzwischen jede noch so kleine Reaktion auf das Städteranking der winzigsten Lokal-Redaktion Hintertupfingens in ihrem INSM-Tagebuch und in dem Blog INSM-Presse. So werden Schlüsselwörter und Phrasen mehrfach indizierbar publiziert, wovon die INSM sich offenbar eine bessere Positionierung in den Suchmaschinen erhofft. Offensichtlich will die INSM das Feld von hinten aufrollen, d.h. kritische Beiträge über die INSM durch zahlreiche neue Domains, Sites und Backlinks sukzessiv aus dem Suchindex oder zumindest von den ersten Ergebnisseiten von Google verdrängen.

Weiterhin nutzt die INSM mittlerweile zahlreiche Spamblogs Dritter, in denen eindeutig damit geworben wird, dass man dort PR-Texte und Pressemitteilungen inklusive x Links auf die eigene Site positionieren und somit sein Ranking verbessern könne. Beispiele:

  • fachwissen-katalog.de:
    „Hier entsteht eine grosse Datenbank mit Experten-Artikeln zu allen nur erdenklichen Themen. Als registrierter Benutzer können Sie hier in unserem Artikelverzeichnis einen Experten-Artikel schreiben und in diesem 1-2 direkte Links auf Ihre Seite mit einbauen. So kommen Sie in den Genuss eines direkten Backlinks auf Ihre Seite, vorausgesetzt der geschriebene Artikel wird nach unserer Prüfung im Artikelverzeichnis veröffentlicht.Unser Artikelverzeichnis http://www.fachwissen-katalog.de ist sehr gut verlinkt, somit wird Ihr Artikel bei einem zukünftigen Pagerank-Update auch von dieser Verlinkung profitieren und dann auch die von Ihnen verlinkte Seite im Artikel.“
  • Themenrelevanz.de:
    „Sie haben hier die Möglichkeit, Pressemitteilungen Ihres Unternehmens einzustellen und Werbung für Ihre Produkte zu machen. Auch als Privatperson können Sie Beiträge, wie z.B. Produktbewertungen, Reiseberichte etc. auf unserer Plattform zu publizieren. (…) Sie können pro Bericht sogar drei Links auf Ihre Webseite verweisen lassen und somit die Popularität und die Besucherzahl Ihrer Homepage erhöhen.“
  • Kostenlose-PR.eu:
    „Im Rahmen der Pressearbeit ist jede PR-Agentur bestrebt, Ihre Pressemeldungen möglichst weit zu streuen. Über das Portal „Kostenlose-PR.eu“ ist dies nicht nur kostenlos möglich, sondern die Verlinkungen durch die Presseartikel verhelfen den beteiligten Firmen auch zu einem besseren Ranking bei Suchmaschinen.Besonders pikant an diesem Dienst ist die Firma Net-Tec als Urheber, die nicht nur für Suchmaschinen-Spam mit Blogs bekannt ist, sondern auch Bande zu äußerst dubiosen Subjekten aufweist, z.B. zu Magnus Becker, einem über 30 Jahre alten, eher weniger seriösen „Vorsitzenden“ einer angeblichen Jugendorganisation, welche nach eigenen Angaben mit Hilfe junger Mädchen Rechte / Rechtsextreme bekehren will – eine mehr als zweifelhafte Methode im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus. In einem solchen Umfeld ist die INSM mit ihrer schlüpfrigen Propaganda für die Partikularinteressen der Arbeitgeber aber natürlich perfekt aufgehoben :mrgreen:

Alles in allem entsteht der Eindruck, als wollte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den Output ins Internet und vor allem in die Indizes der Suchmaschinen steigern, um mittelfristig jede Kritik an dieser neoliberalen Ganovenbande zu verdrängen und auszublenden.

Aber wir bleiben dran!

PS: Danke für den Begriff „Linkhure“ an die Blogbar!

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Der Arbeitsvertrag sollte nach Möglichkeit von vertragsfremden Risiken, zum Beispiel vom Mutterschutz, entlastet werden.

Vision-D der INSM, Stichwort Arbeitsmarktliberalisierung

Kurz:
Die INSM würde den Mutterschutz am liebsten komplett abschaffen. Ein Beleg mehr dafür, dass das „neue Soziale“ der INSM eigentlich nur eines ist: unsozial, vielleicht gar durch und durch asozial.

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Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) möchte mal wieder einen auf intellektuell und glaubwürdig machen. Dumm nur, dass es erneut nicht klappt. Worum geht es?

Nun, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewirbt in ihrem INSM-Tagebuch ein Buch mit dem Titel Deutschland zum Selbermachen. Leser dieses Blogs werden sofort wissen, dass Neoliberale Propaganda zum Selbermachen sicher ein treffenderer Titel für dieses Buch wäre. Darin singt die INSM in 22 Beispielen ein Loblied auf „bürgerschaftliches Engagement“ / Ehrenamt und fordert auf Grund der darin enthaltenen Beispiele sicher einen weiteren Rückzug des Staates aus seinen öffentlichen Aufgaben, vor allem aus der Bildung und dem Sozialen. Angeblich könnten die Privaten ja alles besser und so weiter und so fort – das übliche neoliberale Palaver vom bösen Staat, dem ach so allmächtigen Markt und der Heiligkeit des Privaten bzw. Privatisierten. Da fallen mir doch glatt die Energiekonzerne als „leuchtendes Beispiel“ ein, wie toll, allmächtig und heilig doch privatisierte Anbieter sind 🙄

Die gebundene Ausgabe dieser dumpfen INSM-Propaganda wird laut Information von Amazon bei dem Schweizer Pendo-Verlag erscheinen, der auch schon die gesammelten Peinlichkeiten der sehr blonden Eva Hermann veröffentlichte. Da ist die INSM mit ihrem Unsinn offenbar genau beim richtigen Verlag gelandet :mrgreen:

Die INSM verschweigt aber geflissentlich, dass die Menschen auf jene Leistungen, die als bürgerschaftliches Engagement oder Ehrenamt ausgeführt werden, keinen Rechtsanspruch haben – im Gegensatz zu zahlreichen öffentlichen Leistungen, welche der Staat seinen Bürgern erbringt. Das angestrebte Prinzip ist bei Perspektive2010 in einem Artikel über McKinsey und die Tafeln sehr schön zusammengefasst:

Sozialleistungen als willkürliche Almosen statt als gesicherter Rechtsanspruch.

Darauf läuft es hinaus. Denn was machen zum Beispiel die Menschen in strukturschwachen Regionen, z.B. in Ostdeutschland, wo es mangels gönnerhafter Sponsoren und freiwilliger Helfer häufig kein bürgerschaftliches Engagement gibt? Und was machen diejenigen, die beispielsweise wegen Krankheit nicht mehr in der Lage sind, selbständig zu entsprechenden Hilfsangeboten zu gelangen? Und was machen die Bedürftigen, wenn das Engagement gekappt oder vollständig eingestellt wird? Beispielsweise sinkt schon heute die Zahl der Natural- und Sachspenden, welche die Tafeln erhalten, obwohl die Zahl der Bedürftigen gestiegen ist – eine Mogelpackung, welche von der INSM als vermeintliche Lösung für die soziale Schieflage hochgejubelt wird.

Selbstredend ist die Website Deutschland zum Selbermachen auf Ronald Voigt von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bei mellow message Medienproduktion GmbH als weiteren Provider der INSM registriert, was inzwischen auch hinter einem kleinen, grauen Link zum Impressum rechts oben der Site zum Buch abrufbar ist. Ansonsten findet man keinerlei Hinweis auf die Urheberschaft der INSM hinsichtlich des Buches und der zugehörigen Website. Auch eine Erklärung, wer die INSM ist und was sie tut, sucht man vergeblich. Das versteht man bei der INSM also unter Transparenz.

Das Vorwort der Propaganda-Schwarte wurde vom Handball-Trainer Heiner Brand verfasst, der sich auch schon einmal für ein Anzeigenmotiv der INSM hergegeben hatte. Wie jede bisherige Anzeige, Kampagne und PR-Aktion ist also auch dieses Buch wieder ein Ergebnis des üblichen Inzests bei der INSM, der im Regelfall dadurch in Erscheinung tritt, dass Pseudo-Interviews der INSM mit ihren Anführern und Mietmäulern als vermeintlich unvoreingenommen veröffentlicht werden und die Interviewten häufig als „neutrale Experten“ präsentiert werden.

Als wissenschaftliches Mietmaul für das Buch fungiert Professor Sebastian Braun, Direktor des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement an der Universität Paderborn – wahrscheinlich ein ebenso „seriöser“ und „unabhängiger“ Professor wie Bernd Raffelhüschen mit seinem Forschungszentrum Generationenverträge in Freiburg. Oder er ist zumindest mit diesem Buch auf dem besten Weg dorthin.

Fazit: Freiwillige Almosen und bürgerschaftliches Engagement / Ehrenamt können öffentliche Dienstleistungen des Staates nicht ersetzen. Gleiches gilt für den Rechtsanspruch, der auf staatliche Leistungen besteht, im Vergleich zur Willkür freiwillig engagierter Bürger und ehrenamtlicher Leistungen von Privaten. Die 12,90 Euro, welche die INSM-Propaganda Deutschland zum Selbermachen kosten soll, dürften jedenfalls in Christoph Butterwegges Kritik des Neoliberalismus wesentlich besser angelegt sein. Der jubelt seinen Lesern weder wirtschaftsliberale Propaganda unter, noch präsentiert er ihnen dümmliche Lügenmärchen á la INSM.

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Derzeit läßt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mal wieder das typisch neoliberale Lügenmärchen verbreiten, dass Deutschland überreguliert sei. Deshalb läßt die INSM einen Dummy namens Thomas ihre wirtschaftsliberale Propaganda präsentieren. Thomas ist 31 Jahre alt, besitzt offenbar lediglich einen Laptop und ein Handy und will sich angeblich selbständig machen. Tatsächlich geht es aber mal wieder um Rankings und Rosinenpickerei der Wirtschaft, insbesondere der vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall vertretenen Industrie, welche die INSM mit einen Grundkapital für Propaganda in Höhe von 10 Millionen Euro jährlich versorgt.

INSM Regulierungsradar

Außer einem Gesamtindex werden die fünf Themenbereiche Produktmarkt, Kapitalmarkt, Arbeitsmarkt, Bildung / Innovation und Good Governance aufgeführt und neben Daumen hoch- bzw. Daumen runter-Grafiken präsentiert. Auf jeder Seite dieser popeligen Flash-Präsentation wird aufgelistet, was in Deutschland gut und was angeblich schlecht sei. Selbstredend, dass die soziale Absicherung, Perspektiven für Paare und Familien und viele weitere Faktoren unterschlagen werden. Schließlich ist ja eine Gesellschaft voller rechtloser Tagelöhner und prekarisierter Scheinselbständiger ohne jegliche soziale Absicherung das eigentliche Ziel der INSM und ihrer Finanziers.

INSM Henker des Staates

Aber auch die Bildsprache mit den Daumen hoch- und Daumen runter-Grafiken passt sehr gut zur INSM. Diese Symbolik war mir bisher nur aus Hinrichtungsszenen mittelalterlicher Filme bekannt. Wenn darin ein zum Tode Verurteilter den Herrscher um Gnade bat und dieser den Daumen senkte, war sein Schicksal besiegelt. Zeigte der Daumen hingegen nach oben, kam der Verurteilte zumindest mit seinem Leben davon. Als Henker des Staates, insbesondere des Sozialstaates, könnte man die INSM unserer Meinung nach tatsächlich bezeichnen. Tote gab es dabei auch schon, beispielsweise den verhungerten Arbeitslosen in Speyer oder zahlreiche Selbstmörder, die sich angesichts der Perspektivlosigkeit, welche sich insbesondere durch die neoliberale Reformpolitik seit der Schröder-Regierung ausbreitete, lieber für den Tod als ein Leben ohne Würde entschieden.

Während sich INSM-Thomas also selbständig macht, verfolgt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auch mit diesem Special, dem mal wieder eine gekaufte, im Sinne der Auftraggeber manipulierte Studie voranging, ihre menschenverachtenden Ziele: Mit großen Schritten weiter in Richtung asoziale Marktwirtschaft und Manchester-Kapitalismus der düsteren Vergangenheit.

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„Es wird eine Umverteilung zwischen den Familien geben“, sagte der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, der dem Blatt. Der Ökonom ist Mitglied der Expertengruppe, das im Auftrag von der Leyens sämtliche familienbezogenen Leistungen auf den Prüfstand stellt.

Süddeutsche – Pläne zum Ehegattensplitting

Kommentar:
Wie kommt Ursula von der Leyen (CDU) eigentlich auf das schmale Brett, ausgerechnet solch ein Lobbyisten-Mietmaul wie Michael Hüther, das zugleich für das Institut der deutschen Wirtschaft und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) tätig ist, bei der Prüfung familienbezogener Leistungen einzusetzen? Es dürfte klar sein, was dabei herauskommt: Erwerbslose und Alleinerziehende werden benachteiligt, um Groß- und Doppelverdiener-Haushalte zu beschenken. Das war schon beim Elterngeld so und es würde mich mehr als wundern, wenn bei der „Super-Christin“ Ursula von der Leyen unter Beteiligung von Köpfen wie Michael Hüther (IW Köln) dieses Mal etwas anderes herauskommen sollte.

Vielleicht sollten unsere Leser Frau von der Leyen einmal fragen, warum sie neoliberale  Lobbyisten als „Experten“ ins Ministerium holt und welche Ziele sie damit verfolgt:  Kontakt BMFSFJ

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