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Posts Tagged ‘Verteilungspolitik’

Bereits vor einigen Wochen stellten wir die Frage, ob sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) angesichts der zahlreichen Domains für jedes Mini-Projekt und jedes Element ihrer perfiden Arbeitgeber-Propaganda zur Spamsau entwickeln würde. Mittlerweile hat sich diese Entwicklung anhand mehrerer Faktoren bestätigt:

Da wäre zum Beispiel das Bundesländer– und Städteranking der INSM, welches von der Wirtschaftswoche in publizistisch geradezu unverantwortlicher Art und Weise veröffentlicht wird. Hier werden die Grenzen von Journalismus und PR in absolut unzulässiger und unprofessioneller Art und Weise verwischt, damit die WiWo Propaganda des Arbeitgeberlagers als billigen Content nutzen kann. Die WiWo veröffentlicht das sehr wahrscheinlich vorrangig nach Wirtschafts- und Arbeitgeber- Maßstäben gewichtete Ranking und zahlreiche andere Medien schreiben davon ab, ohne auf diesen Umstand hinzuweisen.

Zugleich veröffentlicht die INSM inzwischen jede noch so kleine Reaktion auf das Städteranking der winzigsten Lokal-Redaktion Hintertupfingens in ihrem INSM-Tagebuch und in dem Blog INSM-Presse. So werden Schlüsselwörter und Phrasen mehrfach indizierbar publiziert, wovon die INSM sich offenbar eine bessere Positionierung in den Suchmaschinen erhofft. Offensichtlich will die INSM das Feld von hinten aufrollen, d.h. kritische Beiträge über die INSM durch zahlreiche neue Domains, Sites und Backlinks sukzessiv aus dem Suchindex oder zumindest von den ersten Ergebnisseiten von Google verdrängen.

Weiterhin nutzt die INSM mittlerweile zahlreiche Spamblogs Dritter, in denen eindeutig damit geworben wird, dass man dort PR-Texte und Pressemitteilungen inklusive x Links auf die eigene Site positionieren und somit sein Ranking verbessern könne. Beispiele:

  • fachwissen-katalog.de:
    „Hier entsteht eine grosse Datenbank mit Experten-Artikeln zu allen nur erdenklichen Themen. Als registrierter Benutzer können Sie hier in unserem Artikelverzeichnis einen Experten-Artikel schreiben und in diesem 1-2 direkte Links auf Ihre Seite mit einbauen. So kommen Sie in den Genuss eines direkten Backlinks auf Ihre Seite, vorausgesetzt der geschriebene Artikel wird nach unserer Prüfung im Artikelverzeichnis veröffentlicht.Unser Artikelverzeichnis http://www.fachwissen-katalog.de ist sehr gut verlinkt, somit wird Ihr Artikel bei einem zukünftigen Pagerank-Update auch von dieser Verlinkung profitieren und dann auch die von Ihnen verlinkte Seite im Artikel.“
  • Themenrelevanz.de:
    „Sie haben hier die Möglichkeit, Pressemitteilungen Ihres Unternehmens einzustellen und Werbung für Ihre Produkte zu machen. Auch als Privatperson können Sie Beiträge, wie z.B. Produktbewertungen, Reiseberichte etc. auf unserer Plattform zu publizieren. (…) Sie können pro Bericht sogar drei Links auf Ihre Webseite verweisen lassen und somit die Popularität und die Besucherzahl Ihrer Homepage erhöhen.“
  • Kostenlose-PR.eu:
    „Im Rahmen der Pressearbeit ist jede PR-Agentur bestrebt, Ihre Pressemeldungen möglichst weit zu streuen. Über das Portal „Kostenlose-PR.eu“ ist dies nicht nur kostenlos möglich, sondern die Verlinkungen durch die Presseartikel verhelfen den beteiligten Firmen auch zu einem besseren Ranking bei Suchmaschinen.Besonders pikant an diesem Dienst ist die Firma Net-Tec als Urheber, die nicht nur für Suchmaschinen-Spam mit Blogs bekannt ist, sondern auch Bande zu äußerst dubiosen Subjekten aufweist, z.B. zu Magnus Becker, einem über 30 Jahre alten, eher weniger seriösen „Vorsitzenden“ einer angeblichen Jugendorganisation, welche nach eigenen Angaben mit Hilfe junger Mädchen Rechte / Rechtsextreme bekehren will – eine mehr als zweifelhafte Methode im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus. In einem solchen Umfeld ist die INSM mit ihrer schlüpfrigen Propaganda für die Partikularinteressen der Arbeitgeber aber natürlich perfekt aufgehoben :mrgreen:

Alles in allem entsteht der Eindruck, als wollte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den Output ins Internet und vor allem in die Indizes der Suchmaschinen steigern, um mittelfristig jede Kritik an dieser neoliberalen Ganovenbande zu verdrängen und auszublenden.

Aber wir bleiben dran!

PS: Danke für den Begriff „Linkhure“ an die Blogbar!

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Der Arbeitsvertrag sollte nach Möglichkeit von vertragsfremden Risiken, zum Beispiel vom Mutterschutz, entlastet werden.

Vision-D der INSM, Stichwort Arbeitsmarktliberalisierung

Kurz:
Die INSM würde den Mutterschutz am liebsten komplett abschaffen. Ein Beleg mehr dafür, dass das „neue Soziale“ der INSM eigentlich nur eines ist: unsozial, vielleicht gar durch und durch asozial.

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