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Archive for the ‘Deutschland zum Selbermachen’ Category

Kurze Zwischenmeldung

In den vergangenen Wochen haben wir hier nicht so viele Beiträge veröffentlicht, was schlicht damit zusammenhängt, dass es vergleichsweise wenig über die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zu berichten gab – zum Teil sicherlich auch bedingt durch die Feiertage zum Jahreswechsel hin. Dennoch möchten wir unsere Leser an einigen Beobachtungen teilhaben lassen, die wir in der Zwischenzeit gemacht haben, ohne darüber zu berichten:

  1. Weitere Bücher der INSM
    Eine Tendenz, die wir festgestellt haben, ist die Veröffentlichung von Büchern, bei denen die INSM als Herausgeber fungiert, während deren Mietmäuler als Autoren genutzt werden. Gerne wird dabei mit Organisationen wie dem ICC kooperiert, um sich einen seriöseren Anstrich zu geben. Zugleich versucht die INSM durch die Empfehlung ihrer einseitigen Propaganda-Druckerzeugnisse für Schule und Lehre, künftige Generationen und geeignete Multiplikatoren (Lehrer, Dozenten an Unis etc.)  zu beeinflussen. Möglicherweise wird aber auch angestrebt, durch den Verkauf mit Büchern zusätzliche Einnahmen zu generieren, um einen Fortbestand der INSM auch im Falle einer Absage der weiteren Finanzierung durch den Arbeitgeberverband Gesamtmetall zu sichern.
  2. Zumüllen von Suchmaschinen und Internationalisierung
    Während es auf der deutschen Website der INSM und im INSM-Tagebuch häufiger tagelang ruhig blieb, gab es unter http://www.insm.com fast täglich zahlreiche Kopien von Artikeln, die vorher bereits im INSM-Tagebuch veröffentlicht worden waren, in deutscher und englischer Fassung. Wir denken, dass die INSM mit dieser Methode einerseits die Suchergebnisseiten von hinten aufrollen will, um das INSM-Watchblog von den forderen Plätzen zu verdrängen. Dazu dient unter anderem die Nutzung bestimmter Keywords in deutschen und englischen Texten. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass die INSM, zusammen mit anderen neoliberalen Think Tanks, „Wirtschaftsforschungsinstituten“ und Netzwerken, z.B. dem Konvent für Deutschland, eine Expansion ihrer Propaganda in den englischsprachigen Raum anstreben.
  3. Veröffentlichung unseriöser INSM-Rankings
    Dass die Rankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in der Regel unseriös, falsch und manipulativ sind, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Dennoch nutzt die INSM immer wieder neue Rankings und „Checks, u.a. als Linkschleudern für ihre Hauptseiten im Internet und zum zusätzlichen Branding ihrer Organisation in der Öffentlichkeit jenseits  sozialstaats- und menschenfendlicher Forderungen. Exemplarisch sei hier das vollkommen idiotische Parkgebühren-Ranking der INSM genannt.

Fazit
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) schläft nicht und versucht offenbar ihre Position als Sprachrohr für neoliberale Propaganda fortwährend auszubauen. Gleichzeitig muss aber auch berücksichtigt werden, dass die Finanzierung der INSM durch den Arbeitgeberverband Gesamtmetall nur bis 2009/2010 gesichert und eine Fortführung zweifelhaft ist. Schon die Gründung des Fördervereins der INSM betrachteten wir als Tendenz der INSM, sich von Gesamtmetall als Finanzier zu emanzipieren. Die Veröffentlichung mehrerer Bücher kann man ebenso als einen weiteren Schritt in diese Richtung sehen. Wir sehen inzwischen die verstärkte Tendenz, dass sich die INSM vollauf von Gesamtmetall absondern und als extremistischer Think Tank durchgeknaller Hardcore-Neoliberaler etablieren könnte, von dem in Zukunft noch viel mehr menschenfeindliche Propaganda erwartet werden dürfte, die man – wie bisher –  in so harmlose Wörtchen wie Reform oder Reformpolitik verpackt.

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Da die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in den vergangenen Monaten immer häufiger Bücher zur Verbreitung ihrer menschen- und sozialstaatsfeindlichen Arbeitgeber-Propaganda verwendet, rufen wir alle Leser unseres Blogs dazu auf, diesen Boykottaufruf gegen die Bücher der INSM online wie offline zu verbreiten. Folgende Bücher sind nichts weiter als die gewohnt subtile neoliberale Propaganda der INSM:

Wie soll der Boykott aussehen?

  1. Kopieren Sie diesen Artikel in Ihr Blog oder verfassen Sie einen eigenen Artikel mit Link zu diesem Blogbeitrag.
  2. Schreiben Sie bei Ihrem bevorzugten Online-Buchhändler, z.B. Amazon oder bol, kritische Rezensionen zu den genannten Titeln. Verweisen Sie dabei immer wieder auf die INSM als Urheber und setzen Sie – sofern möglich – Links zu diesem Blog, damit wir noch mehr Menschen erreichen und aufklären können.
  3. Empfehlen oder schenken Sie Interessenten oben genannter Bücher lieber den Titel Kritik des Neoliberalismus von Christoph Butterwegge, Bettina Lösch, Ralf Ptak und Tim Engartner.
  4. Sollten Sie im Besitz eines INSM-Buches sein und es loswerden wollen, verbrennen Sie es und schicken Sie die Asche an die INSM zurück:

    INSM – Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH
    Geschäftsführung
    Gustav-Heinemann-Ufer 84-88
    50968 Köln

    Alternativ können Sie das Buch auch anderweitig dekorieren, z.B. vor dem Versand einen Hundehaufen, den Inhalt einer Babywindel oder Ihren Morgenkot im Buch platzieren :mrgreen:

Wir denken, dass diese Boykott-Aktion notwendig ist, um eine ausreichende Transparenz zum Treiben der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Deutschland und in diesem Fall konkret auf dem deutschsprachigen Buchmarkt herzustellen.

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Als wir hörten, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ihre neoliberale Propaganda nun auch als Buch mit dem Titel Deutschland zum Selbermachen veröffentlicht, dachten wir zunächst an ein Handbuch für neoliberale Wichser.

😆

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Erst vor knapp 1-2 Stunden berichteten wir über das Spamblog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), welches zur Bewerbung des mit anti-staatlicher Propaganda der INSM vollgestopften Buches „Deutschland zum Selbermachen“ eingerichtet wurde.

Da hat wohl einer unserer Leser den Spam-Button bei WordPress.com gedrückt, denn unter der Adresse deutschlandzumselbermachen.wordpress.com erscheint nun nur noch diese Meldung:

INSM Spamblog DeutschlandzumSelbermachen Sperre

Ob der neoliberale Achim H. von Antibürokratieteam.net darüber genauso reisserisch zu berichten weiß wie über  die angebliche Sperre des INSM-Watchblogs? Wir haben da so unsere Zweifel. Dabei hätten wir doch so gerne das weitere Herumspammen der INSM bei WordPress.com dokumentiert…

:mrgreen:

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Fühlen Sie sich nicht auch an die elend langweiligen Zeitungen des stalinistischen Ostblocks erinnert? Seiten voller Selbstbeweihräucherungen, Durchhalteparolen und Appelle – klassische Agitprop (Agitation und Propaganda). Wer liest so etwas?

NachDenkseiten über Initiative-Express 02/2007 (INSM)

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)  mit diversen Blogs bei Bloghostern und auf ihrem eigenen Server versucht, das Ranking ihrer eigentlichen Propaganda-Schleudern zu optimieren. Passend zur Bewerbung der Buch gewordenen INSM-Propaganda mit dem Titel „Deutschland zum Selbermachen“ hat die INSM mal wieder ein Spamblog bei WordPress.com unter der URL deutschlandzumselbermachen . wordpress . com (ohne Leerzeichen) eröffnet:

INSM DeutschlandzumSelbermachen Spam Deutschland zum Selbermachen

Einmal mehr zeigt sich die INSM als Spamsau und Linkhure. Ein schlechter Charakter ist eben nicht heilbar :mrgreen: Hans Tietmeyer, Vorsitzender des Kuratoriums der INSM, ist da nur ein Beispiel von vielen bei diesem neoliberalen Propagandaministerium der Wirtschaft.

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Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) möchte mal wieder einen auf intellektuell und glaubwürdig machen. Dumm nur, dass es erneut nicht klappt. Worum geht es?

Nun, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewirbt in ihrem INSM-Tagebuch ein Buch mit dem Titel Deutschland zum Selbermachen. Leser dieses Blogs werden sofort wissen, dass Neoliberale Propaganda zum Selbermachen sicher ein treffenderer Titel für dieses Buch wäre. Darin singt die INSM in 22 Beispielen ein Loblied auf „bürgerschaftliches Engagement“ / Ehrenamt und fordert auf Grund der darin enthaltenen Beispiele sicher einen weiteren Rückzug des Staates aus seinen öffentlichen Aufgaben, vor allem aus der Bildung und dem Sozialen. Angeblich könnten die Privaten ja alles besser und so weiter und so fort – das übliche neoliberale Palaver vom bösen Staat, dem ach so allmächtigen Markt und der Heiligkeit des Privaten bzw. Privatisierten. Da fallen mir doch glatt die Energiekonzerne als „leuchtendes Beispiel“ ein, wie toll, allmächtig und heilig doch privatisierte Anbieter sind 🙄

Die gebundene Ausgabe dieser dumpfen INSM-Propaganda wird laut Information von Amazon bei dem Schweizer Pendo-Verlag erscheinen, der auch schon die gesammelten Peinlichkeiten der sehr blonden Eva Hermann veröffentlichte. Da ist die INSM mit ihrem Unsinn offenbar genau beim richtigen Verlag gelandet :mrgreen:

Die INSM verschweigt aber geflissentlich, dass die Menschen auf jene Leistungen, die als bürgerschaftliches Engagement oder Ehrenamt ausgeführt werden, keinen Rechtsanspruch haben – im Gegensatz zu zahlreichen öffentlichen Leistungen, welche der Staat seinen Bürgern erbringt. Das angestrebte Prinzip ist bei Perspektive2010 in einem Artikel über McKinsey und die Tafeln sehr schön zusammengefasst:

Sozialleistungen als willkürliche Almosen statt als gesicherter Rechtsanspruch.

Darauf läuft es hinaus. Denn was machen zum Beispiel die Menschen in strukturschwachen Regionen, z.B. in Ostdeutschland, wo es mangels gönnerhafter Sponsoren und freiwilliger Helfer häufig kein bürgerschaftliches Engagement gibt? Und was machen diejenigen, die beispielsweise wegen Krankheit nicht mehr in der Lage sind, selbständig zu entsprechenden Hilfsangeboten zu gelangen? Und was machen die Bedürftigen, wenn das Engagement gekappt oder vollständig eingestellt wird? Beispielsweise sinkt schon heute die Zahl der Natural- und Sachspenden, welche die Tafeln erhalten, obwohl die Zahl der Bedürftigen gestiegen ist – eine Mogelpackung, welche von der INSM als vermeintliche Lösung für die soziale Schieflage hochgejubelt wird.

Selbstredend ist die Website Deutschland zum Selbermachen auf Ronald Voigt von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bei mellow message Medienproduktion GmbH als weiteren Provider der INSM registriert, was inzwischen auch hinter einem kleinen, grauen Link zum Impressum rechts oben der Site zum Buch abrufbar ist. Ansonsten findet man keinerlei Hinweis auf die Urheberschaft der INSM hinsichtlich des Buches und der zugehörigen Website. Auch eine Erklärung, wer die INSM ist und was sie tut, sucht man vergeblich. Das versteht man bei der INSM also unter Transparenz.

Das Vorwort der Propaganda-Schwarte wurde vom Handball-Trainer Heiner Brand verfasst, der sich auch schon einmal für ein Anzeigenmotiv der INSM hergegeben hatte. Wie jede bisherige Anzeige, Kampagne und PR-Aktion ist also auch dieses Buch wieder ein Ergebnis des üblichen Inzests bei der INSM, der im Regelfall dadurch in Erscheinung tritt, dass Pseudo-Interviews der INSM mit ihren Anführern und Mietmäulern als vermeintlich unvoreingenommen veröffentlicht werden und die Interviewten häufig als „neutrale Experten“ präsentiert werden.

Als wissenschaftliches Mietmaul für das Buch fungiert Professor Sebastian Braun, Direktor des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement an der Universität Paderborn – wahrscheinlich ein ebenso „seriöser“ und „unabhängiger“ Professor wie Bernd Raffelhüschen mit seinem Forschungszentrum Generationenverträge in Freiburg. Oder er ist zumindest mit diesem Buch auf dem besten Weg dorthin.

Fazit: Freiwillige Almosen und bürgerschaftliches Engagement / Ehrenamt können öffentliche Dienstleistungen des Staates nicht ersetzen. Gleiches gilt für den Rechtsanspruch, der auf staatliche Leistungen besteht, im Vergleich zur Willkür freiwillig engagierter Bürger und ehrenamtlicher Leistungen von Privaten. Die 12,90 Euro, welche die INSM-Propaganda Deutschland zum Selbermachen kosten soll, dürften jedenfalls in Christoph Butterwegges Kritik des Neoliberalismus wesentlich besser angelegt sein. Der jubelt seinen Lesern weder wirtschaftsliberale Propaganda unter, noch präsentiert er ihnen dümmliche Lügenmärchen á la INSM.

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