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Posts Tagged ‘Rudolf Scharping’

Gelegentlich schauen wir bei Technorati nach, was es in den Blogs Neues über die Inititiave Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gibt. Neulich gaben wir aus Spass auch einmal den Frankfurter Zukunftsrat von Manfred Pohl in das Suchfeld ein und fanden überraschenderweise ein Blog, das offenbar zukünftig als Blog des Frankfurter Zukunftsrates genutzt werden soll: http://blog.frankfurter-zukunftsrat.de

Frankfurter Zukunftsrat Blog

Außer Blindtexten gibt es dort allerdings noch nichts zu lesen, wir gehen aber davon aus, dass der Frankfurter Zukunftsrat beabsichtigt, in diesem Blog in INSM-Manier Keyword- und Tag-Spam zu verbreiten, damit die kritischen Berichte über den Frankfurter Zukunftsrat von der ersten Seite bei Google verschwinden. Denn inhaltlich hat der Frankfurter Zukunftsrat bis heute noch nichts zu sagen. Man beachte das „tolle“ Layout des Blogs, bei dem die schon bekannten blauen Köpfe ohne Gesichter in den Kopfbereich des Blogs integriert wurde.

Auch auf der Website des Frankfurter Zukunftsrates hat sich bis heute nichts getan. Es wurde lediglich ein Foto der versammelten Nobel-Asozialen Mitglieder von Manfred Pohls Möchtegern-Elite auf die Startseite gestellt und darüber ein Ticker mit dümmlichen Statements dieser Personen engefügt:

Frankfurter Zukunftsrat Website Startseite

Die Statements von Rudolf Scharping und den anderen Deppen Mitgliedern erinnern an die hohlen Phrasen drittklassiger Elite-Universitäten und prekarisierter Juristen: abgehoben und hochgestochen, aber ohne Inhalt. Mancher mag sich bei dem gestellten Foto aus der Villa der Familie Metzler an die Addams Family oder an The Munsters erinnert fühlen. Einziger Unterschied: Die Addams Family und die Munsters waren wenigstens lustig.

PS: Es gibt mittlerweile noch weitere Artikel über den Frankfurter Zukunftsrat, z.B. bei Tim, Duckhome und Perspektive2010.

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Wir haben bereits mehrfach über Manfred Pohl und seinen Konvent für Deutschland berichtet, der letztlich die Demokratie beschneiden und vielleicht gar sukzessive abschaffen will, berichtet. Nachdem der Konvent für Deutschland inzwischen bereits als hinterhältige Lobby bekannt ist, suchte sich Manfred Pohl ein neues Gremium zur Verbreitung seiner menschen- und demokratiefeindlichen Wahnideen. Wie Lobbywatch-Europe berichtet, gründete Manfred Pohl daher zusammen mit einem Kreis von 30 Personen des öffentlichen Lebens den Frankurter Zukunftsrat, der es sich zum Ziel gemacht hat, den politischen Einfluss der „Elite“ zu vergrößern. Zitat Manfred Pohl:

Mich stört, dass die geistige Elite in Deutschland keinen Einfluss auf die Politik hat. Das wolle der Frankfurter Zukunftsrat ändern, und zwar so hartnäckig wie grundsätzlich.

Erstens hat die geistige Elite oder das, was Manfred Pohl dafür hält, den gleichen Einfluß auf die Politik wie jeder andere Bürger auch: eine Stimme bei den Wahlen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Aber darum geht es Manfred Pohl nicht. Er meint damit vielmehr, dass die Demokratie und das freie, gleiche Wahlrecht ihn stören. Lieber will er seiner „Elite“ mehr Macht und Entscheidungsbefugnisse zuschanzen lassen – zu Lasten der Allgemeinheit, deren politischer Einfluß dafür beschnitten werden müßte. Man könnte sagen, dass Manfred Pohl möglicherweise die Wiedereinführung eines Klassenwahlrechts und eine Refeudalisierung Deutschlands anstrebt.

Darüber hinaus gibt es schon genügend Interessenverbände und Lobbys von Wirtschaft und Kapital, die auf gänzlich undemokratische Art und Weise zusätzlichen Einfluß auf die Politik ausüben, zum Beispiel die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit ihrer marktradikalen, faschistoiden Propaganda, die im großen Stil die Öffentlichkeit manipulierende Bertelsmann-Stiftung oder den Konvent für Deutschland. Manfred Pohl lügt der Öffentlichkeit also ordentlich etwas vor, wenn er behauptet, dass die „Elite“ keinen oder zu wenig politischen Einfluß hätte.

Zu den Mitgliedern des Frankfurter Zukunftsrates gehören zahlreiche Personen, welche bereits einschlägig als Mietmäuler und käufliche Wissenschaftler bekannt sind, z.B.

  • Roland Berger
    Mitglied des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Unternehmensberater, der häufig von Gerhard Schröder beauftragt worden war, als es um die Abschaffung sozialer Errungenschaften und Privatisierungen ging.
  • Bernhard Bueb
    Bueb ist ehemaliger Leiter der Schule Schloss Salem und hat für die INSM bereits in einer Podiumsdiskussion herumgeschwafelt, dass z.B. die nicht vorhandene Chancengleichheit in Deutschland ja mit Fleiß, Disziplin und Pünktlichkeit zu schaffen sei.
  • Friedrich Merz (CDU)
    Der Herr der meisten Nebenjobs im deutschen Bundestag und Mitglied im Förderverein der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
  • Oswald Metzger
    Metzger ist Botschafter / Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Mitglied im Konventkreis des Konvents für Deutschland um Manfred Pohl und Hans-Olaf Henkel. Seine Bücher veröffentlichte er vor allem bei Bertelsmann. Traurige Berühmtheit erlangte Oswald Metzger durch seine asoziale Hetze gegen Erwerbslose, welche letztlich zu seinem überfälligen Austritt bei den Grünen führte, so dass er heute hauptberuflich als korruptes Mietmaul für die Interessen der Wirtschaft und gegen die Interessen der Menschen tätig ist. Im Frankfurter Zukunftsrat soll Metzger, der weder über einen Studien- noch über einen Berufsabschluß verfügt, den Arbeitskreis Politik und Wirtschaft leiten.
  • Wolfgang Clement
    Ehemaliger „Superminister“ von Gerhard Schröder, der gerne Erwerbslose verhöhnte und eine Hetzbroschüre herausgeben ließ, in der er die Masse der Arbeitslosen als angebliche Betrüger und Schmarotzer bezeichnete. Heute läßt sich Wolfgang Clement von der Wirtschaft, insbesondere von der Energiewirtschaft (RWE Power AG) und der Zeitarbeitsbranche (Adecco), für seine menschenfeindliche Politik entlohnen. Kontakt zu Manfred Pohl durch Mitgliedschaft beim Konvent für Deutschland. Letzter trauriger Höhpunkt von Wolfgang Clement: Im Interesse der RWE Power AG warnte Clement öffentlich vor der Landtagswahl in Hessen vor der Energiepolitik (keine neuen Kohle- und Atomkraftwerke) seiner Parteigenossin Andrea Ypsilanti.
  • Rudolf Scharping (SPD)
    Ehemaliger Verteidigungsminister und Hobby-Radfahrer, der gelegentlich auf den Kopf fällt. Er trat nach der Hunzinger-Affäre zurück, nachdem bekannt geworden war, dass Scharping 140.000 Euro für angebliche Lizenzen seiner Memoiren und Vorträge vom Lobbyisten Moritz Hunzinger kassiert hatte. Heute berät Rudolf Scharping mit seiner Firma RSBK GmbH im Bereich Public Private Partnership, wo in der Regel Verluste sozialisiert und Gewinne privatisiert werden, u.a. Cerberus.
  • Bruder Paulus Terwitte
    Leiter des Kapuzinerklosters Dieburg mit einer besonderen Nähe zur Bankenwelt und großem Sendungsbewußtsein.
  • Beatrice Weder di Mauro
    Weder di Mauro ist die einzige Frau unter den so genannten Wirtschaftsweisen und ist sich nicht zu schade, für das INSM-Buch Chancen des Wachstums ordentlich die Werbetrommel zu rühren, welches Sie herausgegeben hat. Auch darüber hinaus scheint sie bei der INSM ein- und auszugehen.
  • Sylvia von Metzler
    Ehefrau des Bankiers Friedrich von Metzler und Vorstand der Metzler-Stiftung.

Mit dem Frankfurter Zukunftsrat betritt ein neuer Feind des Volkes die Bühne. Mit gekaufter „Wissenschaft“ und diversen Personen des öffentlichen Lebens, die seine kranken Ansichten teilen, will Manfred Pohl seinen ewiggestrigen und demokratiefeindlichen Elite-Ideen, die er schon in seinem Buch Das Ende des weissen Mannes aufgeschrieben hat, mehr Gehör und Gewicht zu verschaffen.

Als Pressesprecherin des Frankfurter Zukunftsrates fungiert Jane Uhlig, die schon als Geschäftsführung des Konvents für Deutschland in Manfred Pohls Diensten steht. Die Geschäftsführung des Frankfurter Zukunftsrates übernimmt eine gewisse Claudia Neumann, zu der wir noch einige Hintergrundinformationen recherchieren müssen.

Seien Sie also auf der Hut, wenn Sie zukünftig Presseberichte und Studien vom Frankfurter Zukunftsrat in den Medien finden. Halten Sie sich vor Augen, woher die Informationen kommen und dass diese nichts weiter als Propaganda einer selbst ernannten Elite darstellen, die sich vermutlich eine feudalistisch- faschistoide Gesellschaft herbeisehnt, an deren Spitze sie sich wähnt.

Mit einem Wort: Widerwärtig!

Nachtrag: Bei Perspektive2010 gibt es auch schon einen Beitrag über den Frankfurter Zukunftsrat, allerdings in Zusammenhang mit Roman Herzog.

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