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Posts Tagged ‘gesetzliche Krankenversicherung’

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist mal wieder im Sinne ihrer Auftraggeber aus den Arbeitgeberverbänden der deutschen Industrie unterwegs und versucht nun, die gesetzliche Krankenversicherung mit ihrer verlogenen und asozialen Propaganda sturmreif zu schießen. Das Prinzip dahinter kennen wir schon von der gesetzlichen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung. Erst wird konstatiert, dass angeblich die Beiträge der Arbeitnehmer zu hoch seien, so dass diese zu wenig Kaufkraft („Zu wenig Netto vom Brutto“) hätten. Im nächsten Schritt wird Politik und Öffentlichkeit dieses Lügenmärchen aus allen Medien-Kanälen eingeflüstert, damit die Beiträge entweder eingefroren oder gesenkt werden. Dann entdeckt man „zufällig“ eine Versorgungslücke, die nun aber nicht durch höhere Beiträge der Arbeitgeber oder eine Verbreiterung der Beitragsbasis (z.B. Beamte, Selbständige, Freiberufler) kompensiert werden soll, sondern durch private Zusatzversicherungen. Die Finanzwirtschaft reibt sich schon jetzt die gierigen Hände, schnell werden noch staatliche Zuschüsse zu diesen Policen beschlossen, welche für den Staat höhere Kosten verursachen als ein Zuschuss für die gesetzliche Versicherung. Nun tragen die Arbeitnehmer alleine einen Teil der Belastung, die Arbeitgeber hingegen werden im großen Stil entlastet. Aber das reicht ja noch nicht. Jetzt macht man noch schnell eine Umfrage, wie unzufrieden die Versicherten mit der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Es gibt ja genügend Umfrageinstitute, die so unseriös und käuflich sind, dass immer genau das herauskommt, was die Auftraggeber sich gerade wünschen. Dabei kommt dann z.B. so etwas heraus:

Zwei Drittel der Deutschen sind mit der medizinischen Versorgung in Deutschland insgesamt zufrieden. 53,5 Prozent der GKV-Versicherten halten allerdings den Beitragssatz ihrer Krankenkasse für nicht angemessen.

Natürlich wird man als Arbeitnehmer unzufrieden, wenn man nur um wenige Prozentpunkte oder gar nur um einen Wert hinter dem Komma entlastet wird, aber dafür zusätzliche Belastungen alleine schultern muss, z.B. Praxisgebühren, erhöhte Zuzahlungen zu Medikamenten, Zahnersatz und anderen Leistungen, welche zuvor weitgehend von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt wurden – man zahlt immer mehr Geld für immer weniger Leistung. Aber da man die paritätische Finanzierung zugunsten der Arbeitgeber ja immer weiter zurückschraubt, bleiben die Arbeitnehmer eben alleine auf all den Kosten hängen, ohne im Gegenzug eine nennenswerte Entlastung zu erhalten. Die Ersparnis wird dann über die Kapitalmärkte von unten nach oben verteilt.

Das hält den Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSM, aber nicht von weiteren Lügen ab:

Die Politik darf das Solidaritätsprinzip nicht durch rasant steigende Krankenkassenbeiträge immer weiter gefährden.

Wann sind die Krankenkassenbeiträge denn das letzte Mal gestiegen, Herr Höfer? Und seit wann verzeichnen sie einen „rasanten“ Anstieg der Krankenkassenbeiträge? Diese Fragen könnte Herr Höfer von der INSM aber nicht beantworten, da es sich um blanke  Lügen handelt. Das Solidaritätsprinzip und vor allem die paritätische Finanzierung im Auftrag der Arbeitgeberverbände zu zerstören ist nämlich das schmutzige Tagesgeschäft des „feinen“ Max A. Höfer und seiner Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die im Kern eigentlich nur durch und durch asozial und sozialstaatsfeindlich ist.

Flugs zieht man noch so Deppen wie den DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher für eine Propaganda-Veranstaltung ins Boot und gibt ihm dort die Möglichkeit, gegen den Gesundheitsfonds zu wettern, gegen den schon einige andere Krankenversicherungen mit zu großem Verwaltungswasserkopf und zu hohen Ausgaben für das Koks ihrer Vorstände gewettert haben. Die DAK soll laut diversen Testberichten schon immer eine der teuersten Ersatzkassen gewesen sein und nachdem sich Vorstandschef Herbert Rebscher nun gar noch mit der asozialen INSM ins Bett legte, sollten die Versicherten schnellstmöglich die Flucht zu einer anderen Krankenversicherung antreten, die sich lieber um die Gesundheitsversorgung ihrer Mitglieder kümmert als um unseriöse Veranstaltungen mit schmierigen Lobbyisten. Dieser oder dieser Bericht – die Kommentare nicht vergessen – über den tollen Service der DAK sollte die Versicherten noch bestärken, sich lieber woanders günstiger und vielleicht auch mit besserem Service zu versichern. Schließlich sollte man als Versicherter doch nicht auch noch die Zusammenarbeit mit schmierigen Lobbyisten finanzieren müssen, oder?

Bliebe die Frage, wie man die INSM und ihr elendes Lügen-Lumpenpack endlich los werden könnte. RAF 2.0?

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Wenn die neoliberalen Faschisten von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) fordern, dass man den Zahnersatz aus der gesetzlichen Krankenversicherung streichen möge, so steckt darin neben dem Bestreben nach mehr Entlastungen für die Arbeitgeber auch der Wunsch nach einfachen Orientierungshilfen für zwischenmenschliche Beziehungen. Denn wie erleichternd muss es für solche sozialen und emotionalen Analphabeten und Soziopathen doch sein, sich statt auf die Menschenkenntnis auf einen Blick aufs Gebiß verlassen zu können, ob jemand als Freund oder Partner infrage kommt? Die für Menschenkenntnis notwendige Menschlichkeit fehlt solchen Wirtschaftsfaschisten nämlich in der Regel vollständig.

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