Marcel hat uns darauf hingewiesen, woher der INSM-Slogan Sozial ist, was Arbeit schafft ursprünglich kommt: Slogan aus der Nazizeit von Hitlers Wegbereiter Alfred Hugenberg:
Der Nationalist warb im Februar 1933 in Zeitungsanzeigen für seine Kampffront mit der Parole: „Sozial ist, wer Arbeit schafft.“ Diese Ähnlichkeit schlüsselte der Vorsitzende der Geschichtswerkstatt München-Neuhausen, Günther Baumann, in einem taz-Gespräch auf.
Dies wiederum passt doch geradezu hervorragend zu der Neigung des Arbeitgeber- Lagers, das die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ja vertritt, auch heute wieder Zwangsarbeiter auf Staatskosten zu fordern.
Mich überkommt gerade ein gewisser Ekel.
Kennst Du das Recht auf Arbeit? Die INSM könnte doch mal dafür Werbung machen. Aber in Deutschland macht man aus einem Recht ein Pflicht: Zwangssozialdienst, Zwangswehrdienst, Ein-Euro-Zwangsarbeit. Warum ist das so?
Darauf gibt es nur eine Antwort, wenn auch eine zynische: Tradition.
INSM-Sniper
Der angebliche Slogan aus der Nazizeit ist doch ein alter Hut aus dem letzten Wahlkampf! Fällt Euch nichts neues ein oder ist es immer dieselbe alte Leier bei den Antiliberalen?
@ 3 – Hallo geisteswelt! Deine Frage könnte man auch genausogut umgekehrt stellen.
@geisteswelt:
Haben Sie den taz-Artikel gelesen? Wie kommen Sie sonst zu einem „angeblichen Slogan“ aus der Nazizeit, wenn er nachweislich aus der Nazizeit stammt? Die INSM hat keinen Wahlkampf mit dem Spruch gemacht, sondern die CDU / CSU. Der Spruch wurde fast durch alle Parteien hinweg verwendet, in die Politik injiziert wurde er aber von der INSM. Wir finden es auch bedauerlich, dass manche Politiker die Wirtschaft offenbar nur durch den Aufbau einer faschistischen Diktatur zu stimulieren verstehen. Bedauerlich auch, dass Neoliberalen nichts anderes einfällt als Lohn- und Sozialdumping, Raubbau am Sozialstaat, Stuern runter für die Starken etc. Haben Sie keine Scheu, Sie dürfen sich auch gerne konstruktiv äußern.
Im Übrigen geht es hier neben Kritik an aktuellen Kampagnen auch darum, ein kritisches Gesamtbild der INSM zu zeichnen. Dabei werden auch ältere Themen möglicherweise neu belebt, was wir aber nicht sonderlich schlimm finden.
Immerhin mußte die Motivationskampagne »Du bist Deutschland« auch erleben, daß sich ein nettes Bildnis mit dem Slogan »Denn Du bist Deutschland!« aus dem Jahr 1936 in einem Archiv wiederfand, über dem Hitlers Konterfei zu sehen war. Solch peinliche Vorfälle scheinen den Neoliberalen häufiger zu widerfahren…
[…] nach seinem nicht vorhandenen Berufs- und Studienabschluß. Bezeichnend, wie Metzger verklausuliert Hugenbergs Nazi-Slogan “Sozial ist, wer / was Arbeit schafft!” aufwärmt, der seinerzeit von der INSM aus von […]
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Soziale Gerechtigkeit…
Ein paar „Wissenschaftler“ der TU Chemnitz haben eine Studie veröffentlicht, die feststellt, Hartz IV Empfänger bekämen immer noch viel zu viel Geld, man könne auch von 278 Euro oder eigentlich sogar von 132 Euro leben. Nun geht es hier nicht dar…
[…] Grundsicherung des Staates angewiesen ist, belegt, dass die falsche Politik nach dem Motto ‚Sozial ist, was Arbeit schafft’ gescheitert ist. Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass ArbeitnehmerInnen sich einer […]
[…] ist für sie alles, selbst im sozialen Bereich. Aus dem”Sozial ist, wer Arbeit schafft” von Hitlers Vordenker Alfred Hugenberg machte die CDU ihr albernes: “Sozial ist, was […]
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