Prof. Friedrich Schneider von der Universität Linz (Österreich) ist schon als INSM-Mietmaul bekannt. Sonst hetzt er gegen den Mindestlohn und malt dazu den Teufel von der Schwarzarbeit an die Wand. Nun stellt er sich bei SPIEGEL Online schützend vor Ex-Postchef und Steuerhinterzieher Klaus Zumwinkel, indem er meint, dass Normalbürger mehr Steuern hinterziehen als Reiche. Er relativiert Klaus Zumwinkels kriminelles Verhalten, indem er es mit Schwarzarbeit, Tanken im Ausland und geschmuggelten Zigaretten bei den Normalbürgern vergleicht.
Natürlich macht Friedrich Schneider – wie kann es bei einem akademischen Mietmaul der neoliberalen Kleptokratie anders sein – das Steuersystem für das kriminelle Verhalten von Klaus Zumwinkel verantwortlich und fordert eine radikale Reform:
Für den Normalbürger würde es reichen, wenn die Absetzbeträge für haushaltsnahe Dienstleistungen auf 2000 Euro erhöht und die Minijobs von 400 Euro auf 500 Euro angehoben würden. Außerdem könnte man für arbeitsintensive Dienstleistungen – etwa bei der Sanierung von Altbauten – die Mehrwertsteuer aussetzen. Das wäre ein Anreiz, solche Arbeiten offiziell zu machen. Insgesamt bräuchte es eine radikale Steuerreform mit einfachen, aber dafür tiefen Sätzen.
Natürlich, Prof. Schneider! Man merkt, von welcher Klientel Sie gekauft wurden und für wen Sie sprechen, Sie schmutziges Mietmaul! Er spricht für diejenigen, die heute nicht bereit sind, anständige Löhne und Steuern / Sozialabgaben für gute Arbeit zu zahlen, also konkret für die Arbeitgeber, auch für die Arbeitgeber der Schwarzarbeit, welche in unseren Augen die wirklichen Kriminellen sind.
Besonders pikant ist folgendes Ablenkungsmanöver von Prof. Friedrich Schneider, was die Strafen für Steuerhinterzieher vom Schlage eines Klaus Zumwinkels betrifft:
Ich halte gar nichts von den Überlegungen, die Strafe für Steuerhinterziehung jetzt von 10 auf 15 Jahre heraufzusetzen – denn eine Strafe in dieser Höhe wird sowieso nicht verhängt. Viel einfacher wäre es, wenn jeder, der mehr als zwei Millionen Euro Steuern hinterzieht, für mindestens ein halbes Jahr ins Gefängnis muss. Die Stigmatisierung gerade bei Managern wäre dermaßen groß, das wirkt besser als wenn man eine Millionen Euro Strafe zahlen muss.
Halten wir fest:
- Keine Erhöhung der Strafe für Steuerhinterziehung von 10 auf 15 Jahre, weil sie angeblich eh nicht verhängt würde.
- Fixierung einer Grenze von über 2 Millionen Euro hinterzogenen Steuern (dem stehen mindestens 4-6 Millionen Euro Einkommen gegenüber, von denen die Steuern zu zahlen gewesen wären) und Vorschlag einer Strafe von lächerlichen 6 Monaten Gefängnis – teilweise gibt es für wiederholtes Schwarzfahren mehr.
- Keine hohen Geldstrafen in solchen Fällen, für kleinere Fälle wahrscheinlich Straffreiheit oder geringe Geldstrafen.
Unter dem Strich fordert Prof. Friedrich Schneider also einer Absenkung des Strafrahmens für Steuerhinterziehung im großen Maßstab, während der sogenannte “Schattenwirtschaftsexperte” auf der anderen Seite wahrscheinlich selbst für den kleinen Schwarzarbeiter auf dem Bau eine höhere Strafe fordern würde.
Wie kommt der werte Professor denn auf das schmale Brett, dass 6 Monate Knast für Manager zu einer Stigmatisierung führen würden? In solchen Kreisen gilt so etwas doch als Kompetenz- und Qualitätsmerkmal, nicht als Makel. Denn nur, wer im Namen der Profitmaximierung keine Grenzen kennt, auch keine gesetzlichen Grenzen, ist für das jeweilige Unternehmen gerade gut genug. Der einzige Makel wäre vielleicht, dass sie dumm genug gewesen wären, sich erwischen zu lassen. Aber das kann man beim zweiten oder dritten Mal ja etwas geschickter anstellen, nicht wahr?
Für den SPIEGEL ist es natürlich eine weitere Schande, solch einem plumpen Lobbyisten aus dem neoliberalen Lager erneut Verhör zu verschaffen, aber das macht ohnehin nichts mehr. Denn der SPIEGEL beweist inzwischen jeden Tag mehr mit beeindruckender Geschwindigkeit und Penetranz, dass der genauso zu einem neoliberalen Kampfblatt verkommen ist wie zahlreiche “Wirtschaftsforschungsinstitute” heute auch nur noch Sprachrohre der Wirtschaft und Arbeitgeberverbände sind, wie z.B. das von der Deutsche Post-Stiftung finanzierte Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA Bonn), wo Klaus Zumwinkel als Präsident tätig ist und Prof. Friedrich Schneider – rein zufällig, versteht sich – unter den Research Fellows zu finden ist.
Man muss Friedrich Schneider halt verstehen, dass er seinem gefallenen Kollegen Klaus Zumwinkel doch gerne mit unsäglichen Verdrehungen der Realität zu Hilfe eilt. So ist das im neoliberalen Wirtschaftsfaschismus: man kennt sich, eine Hand wäscht die andere und jeder hat zugleich seine Finger in den Taschen einiger Kollegen, die durch Täuschung der Öffentlichkeit für einen weichen Fall sorgen.
Wir sind der Meinung, dass die Universität Linz Prof. Friedrich Schneider wegen Korruption und Beschädigung des Ansehens der Hochschule mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendieren sollte. Dass die Universität Bonn ebenso umgehend die Kooperation mit dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) einstellen sollte, welches nicht mehr als ein weiterer Think Tank der Arbeitgeber ist, hat Perspektive2010 bereits sehr schön zusammengefasst.
[...] schließlich nicht zur Schattenwirtschaft. Das ist nur die ganz normale Leistungsträgerschaft. Für die macht sich Prof. Friedrich Schneider gerne und auch laut stark. Wie soll man aber nun die Verbrechen der eigenen Räuberbande noch schön reden, wenn sie so offen [...]
Herr “Prof.” Friedrich Schneider scheint ein ordentlich altarrogant zu sein. Vielleicht liest er in seiner Freizeit Blogeinträge über sich. DNA versucht es einfach mal, also:
Lieber Friedrich,
wir, von der neuen Arroganz (DNA), können genauso schlecht Argumentieren wie Sie, wir denken einseitig und treten auch für unser Freunde und Bekannten ein. Wir sind auch für die Absenkung des Strafrahmens für Steuerhinterziehung ab 2 Mil. Euro, wenn wir dafür sehr viel Geld bekommen (schließlich ist es egal – wir zahlen auch die Gefängnisse). Außerdem denken wir, dass wir nach langem Training das Potential haben könnten, auch für viel Geld das zu erzählen, was uns von Interessensverbänden gesagt wird. Nun haben wir einige Fragen ans Sie, weil wir Sie natürlich zu unserem Vorbild haben:
1. Wie können wir trotz akkademischer Bildung lernen so einseitig und verkürzt zu denken wie Sie? Das ist faszinierend.
2. Wer bezahlt jemanden dafür? Bitte geben Sie uns -unter Gleichgesinnten- einfach einen Namen, Adresse und Telefonnummer.
3. Die neue soziale Marktwirtschaft finden wir Klasse, auf unserer Seite (www.dieneuearroganz.wordpress.de) habe wir auch ein Konzept für das Social-Wellbeing-Business erstellt. Können Sie uns nicht einfach ein paar Millionen Euro von irgendwo her dafür rüberziehen? (unter Kollegen?)
mach’s gut und immer schön die Nase nach oben,
deine DNA
PS:
(DNA distanziert sich von allen verbal übertriebenen Anschuldigungen gegen Sie, da wir Sie noch nicht persönlich kennen lernen durften, hoffen aber einmal die Möglichkeit dazu zu haben.)
[...] der Liechtenstein-Affäre entlarvt wurden. Dazu verwendet er die Lügenmärchen des INSM-Mietmauls Prof. Friedrich Schneider von der Universität Linz (Österreich), der in regelmäßigem Turnus seine zweifelhaften Zahlen [...]