Eric Maskin widerspricht INSM-Mietmaul Edmund Phelps
Oktober 16, 2007 von insmwatchblog
Wirtschaftsnobelpreis-Träger Eric Maskin hat davor gewarnt, die Gesundheitsversorgung und den Umweltschutz den Kräften des Marktes zu überlassen. “Der Markt arbeitet nicht besonders gut, wenn es um öffentliche Güter geht”, sagte Maskin, der den Nobelpreis am Montag gemeinsam mit seinen Markttheoretiker-Kollegen Leonid Hurwicz und Roger Myerson erhielt.
Die Kernfrage sei, wie alle Bürger einer Gesellschaft nach ihren Präferenzen und im richtigen Maß mit diesen oft sehr wichtigen Gütern versorgt werden könnten. Dieses Problem werde nicht durch die Mechanismen des Marktes gelöst. Stattdessen könnten Steuern ein Mittel sein, um die Versorgung aller Bürger mit lebensnotwendigen Gütern zu gewährleisten.
(via)
Veröffentlicht in Asoziale Marktwirtschaft, Bürokratie, Europapolitik, Gesellschaft, Gesundheit, Globalisierung, INSM, INSM-Kampagnen, INSM-Kritik, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Korruption, Kritik, Lobbyismus, Medien, Medien-Manipulation, Neoliberalismus, PR, Politik, Propaganda, Reformen, Reformpolitik, Soziale Gerechtigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Soziale Sicherung, Sozialversicherungsbeiträge, Sprachrohre der INSM, Steuer- & Finanzpolitik, Think Tanks, Verteilungspolitik, Wirtschaft, Wirtschaftsfaschismus, Zitate / Sprüche, neoliberal | Verschlagwortet mit öffentliche Güter, Edmund Phelps, Eric Maskin, Gesundheitsversorgung, INSM, Markt, Marktversagen, Umweltschutz, Widerspruch | 1 Kommentar
Einen Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.
Hallo,
möchte nur mal ergänzend darauf hinweisen, dass es keinen Nobelpreis für Wirtschaft gibt. Die ganze Angelegenheit ist ein ähnlicher coup wie die INSM, die sich als Bürgerinitiative tarnt.
Es ist eine Frechheit, dass etwa Tagesschau, Heute usw. dieses Propagandaspiel mitspielen.
Um mal das bestimmt nicht linke Handelsblatt zu zitieren:
“HB STOCKHOLM. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft geht nicht wie die anderen Nobelpreise auf das Testament des schwedischen Ingenieurs und Fabrikanten Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Die Auszeichnung heißt offiziell „Ehrenpreis der schwedischen Reichsbank zum Andenken an Alfred Nobel“. Der Preis wurde erst 1968 von der Schwedischen Reichsbank aus Anlass ihres 300-jährigen Bestehens gestiftet und 1969 zum ersten Mal verliehen. Die Nobelstiftung nennt den Preis auch in der Kurzform niemals offiziell Nobelpreis, sondern nur „Wirtschaftspreis“. Die Preisträger werden auch nicht in der offiziellen Liste des Nobelinstituts aufgeführt, sondern nur in einem Anhang.
Ausgezeichnet werden sollen vor allem Wissenschaftler, die dazu beitragen, die wirtschaftspolitischen Aufgaben der Gegenwart zu bewältigen. Dabei wurde der Nobelpreis überwiegend für die Entwicklung von umfassenden Theorien über grundlegende ökonomische Zusammenhänge verliehen.
Seit den neunziger Jahren verlangen unter anderem Nobels Urenkel sowie Mitglieder der für den Literatur-Nobelpreises zuständigen Schwedische Akademie die Abschaffung des Wirtschaftspreises. Sie begründen dies mit der Verletzung des Testamentes und einer daraus folgenden „Verwässerung“ der klassischen Nobelpreise. ”
http://www.handelsblatt.com/News/Technologie/Forschung-Innovation/_pv/_p/203116/_t/ft/_b/971892/default.aspx/nobelpreis-fuer-wirtschaft-hoechst-umstritten.html
Wird noch interessanter, wenn man den politischen Hintergrund in Schweden verfolgt.
Liebe Grüsse,
Dirk