Die NachDenkSeiten nehmen auch einmal Prof. Bernd Raffelhüschens unseriöse Propaganda für die Privatisierung der Pflegeversicherung in der FAS auseinander. Ergebnis: Raffelhüschen skizziert ein unseriöses Untergangsszenario, bei dem z.B. Produktivitäts- und Lohnsteigerungen offenbar nicht berücksichtigt werden. Wo zudem der Vorteil der privaten Absicherung liegen soll, die vom Arbeitnehmer alleine vom Nettoeinkommen gestemmt werden muss, während die Arbeitgeber von der paritätischen Finanzierung (Arbeitgeberanteil) entbunden werden, kann wohl auch INSM-Mietmaul und Versicherungslobbyist Bernd Raffelhüschen nicht ohne Lügen erklären. Ganz zu schweigen davon, dass es in privaten Versicherungen kein solidarisches System gibt, so dass diejenigen Arbeitnehmer, die sich die privaten Versicherungen nicht leisten können, schutzlos dastehen. Über 400.000 Menschen in Deutschland, die bereits ohne Krankenversicherung dastehen und so von der Gesundheitsfürsorge ausgeschlossen sind, sollten uns da Warnung genug sein. Da Prof. Raffelhüschen durch seine “Nebenjobs” gleichzeitig Lobbyist der privaten Versicherer und der Arbeitgeber ist, sollte man die Ergüsse dieses gekauften “Experten” mit äußerster Vorsicht genießen. Es ist mir unvorstellbar, wie jemand alleine zur persönlichen Bereicherung die Wissenschaft dermaßen gesellschaftsschädlich missbrauchen und mit Lügen deformieren kann. Rückgrat, Anstand und Integrität werden in den Wirtschaftswissenschaften wohl nicht als anzustrebende Werte vermittelt.
Bernd Raffelhüschen trommelt gegen die gesetzliche Pflegeversicherung
August 1, 2007 von insmwatchblog
Veröffentlicht in Arbeitsmarkt, Asoziale Marktwirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit, INSM, INSM-Kampagnen, INSM-Kritik, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Kritik, Lobbyismus, Manipulation, Medien, Medien-Manipulation, Neoliberalismus, Politik, Private Vorsorge, Propaganda, Reformen, Soziale Sicherung, Think Tanks, Wirtschaft, neoliberal | 1 Kommentar
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Perspektive2010Meta
Morgen wird es in der Süddeutschen Zeitung einen Leserbrief von mir bezüglich Raffelhüschen geben. Die Süddeutsche Zeitung hat die wesentlichen Passagen meines Briefs zu Raffelhüschens Verknüpfungen mit der INSM und der Finanzwirtschaft wörtlich übernommen. Finde ich gut, daß die SZ hier auch kritische Leserbriefe abdruckt!