In der Süddeutschen Zeitung prognostiziert INSM-Mietmaul Prof. Bernd Raffelhüschen mal wieder den Untergang gesetzlicher Sozialversicherungen. Nachdem er lange genug den angeblichen Zusammenbruch der gesetzlichen Rente herbeigesponnen hat, springt er nun seinem Kollegen Prof. Dr. Reinhold Schnabel zur Seite und verbreitet das gleiche unseriöse Geschwafel über den angeblich bevorstehenden Untergang der Pflegeversicherung und massiv steigende Beiträge. Angeblich würde sich der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung bis 2045 vervierfachen, wenn die aktuellen Leistungen beibehalten werden. Ich weiß zwar nicht, was Raffelhüschen da angeblich „wissenschaftlich berechnet“ haben will, aber ich habe den Eindruck, dass dies in solchen Mietmaul-Kreisen lediglich bedeutet, dass sich die Veröffentlichung unseriöser Panikmache ausschließlich für die Mietmäuler selbst finanziell rechnet. Zur Erinnerung die Nebenjobs von Prof. Bernd Raffelhüschen:
- Aufsichtsrat der ERGO-Versicherungsgruppe
- Berater des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
- Berater der Victoria Versicherungen
- Referent des Finanzdienstleisters MLP
Alleine vier Pöstchen in der privaten Versicherungswirtschaft dürften der beste Hinweis darauf sein, dass im Falle Raffelhüschen so starke Interessenverflechtungen existieren, dass man ihn schlichtweg nicht mehr ernst nehmen kann. Aber schauen wir mal, was Prof. Bernd Raff(elhüschen) zum Thema Pflegeversicherung so von sich gegeben hat:
„Die Beitragssätze müssen extrem stark steigen, um die bisherigen Leistungen weiter zu finanzieren.“ Er forderte mehr private, kapitalgedeckte Vorsorge. „Noch können wir aus der umlagefinanzierten Pflegeversicherung aussteigen.“ Derzeit beträgt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung 1,7 Prozent. Kinderlose zahlen 1,95 Prozent. Zum 1. Juli 2008 steigen die Sätze auf 1,95 beziehungsweise auf 2,2 Prozent des Einkommens.
Nun, wonach klingt das? Wohl eindeutig nach der Forderung, eine weitere staatliche Sozialversicherung zugunsten der privaten Versicherungswirtschaft zu demontieren. Nicht umsonst wird Raffelhüschens Forschungszentrum Generationenverträge von diesen Organisationen gesponsert:
- BDO Deutsche Warentreuhand AG
- Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
- Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
- SICK AG
- Süddeutsche Krankenversicherung a.G.
- Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
Na, Raffi, wie war das noch: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing? Nur blöd, wenn niemand mehr die alte Leier solch korrupter Professoren, die sich zugleich als schäbige Lobbyisten und willige Mietmäuler prostituieren, hören will:
Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sagte zu den Berechnungen des Finanzexperten, die Pflegereform sei von der Bundesregierung solide finanziert und berechnet. „Die Langzeitprognose von Herrn Raffelhüschen wird diesmal ebensowenig zutreffend sein wie in der Vergangenheit. Es gibt keinen seriösen Experten, der uns bekannt ist, der bisher eine solche Prognose angestellt hätte.“
Erfreulich klare Worte der Sprecherin:
- Prof. Raffelhüschens Prognosen sind mal wieder von vorne bis hinten falsch oder einfach zu gewissen Zwecken erstunken und erlogen.
- Bernd Raffelhüschen ist kein seriöser Experte, sondern durch seine Interessenverflechtungen genauso unseriös wie seine Prognosen.
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer dass käufliche Professoren unehrenhaft bei Streichung aller Pensionsbezüge aus dem öffentlichen Dienst entlassen gehören. Und immer wieder einen Link wert, weil man dort sehr schön sieht, wie Prof. Raffelhüschen sich wie ein schleimiger Aal windet, wenn man ihn auf seine Pöstchen in der Versicherungswirtschaft anspricht: Monitor über die Rentenangst inkl. Interview mit Bernd Raffelhüschen. Die FR hat auch noch etwas über Raffi.
Enjoy!
PS: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er tausend Mal die Wahrheit spricht. Was macht man dann mit Leuten wie Raffelhüschen, die permanent bezahlte Lügen verbreiten? Am besten einfach in schallendes Gelächter ausbrechen, sobald er mal wieder das Mietmaul zur pseudo- wissenschaftlich kaschierten Bewerbung von Produkten der Versicherungsbranche aufmacht
Den Auftrag für diese »wissenschaftlichen Berechnungen« soll die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gegeben haben:
http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~EDE89DD1F90F6429FB5F00D4513B26BA4~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Was jedoch nichts heißen muß, denn zum einen kann man sich ja vorstellen was dabei herumkommt, wenn man INSM-Berater Raffelhüschen mit solchen Studien beauftragt, zum anderen hat die FAZ ja schon gemeinsam mit der INSM den sogenannten »Reformer des Jahres« gewählt.
Bedauerlicherweise fehlt in der Süddeutschen Zeitung der Hinweis auf die Tätigkeit Raffelhüschens für die INSM, denn wäre dieser Verweis erfolgt, hätte sich der ein oder andere Leser vielleicht an die ganzseitige Anzeige erinnert, die die INSM Anfang des Monats in der SZ und anderen Zeitungen geschaltet hat, und in der bereits das Ende der Umlage und der Einstieg in die Privatvorsorge gefordert wurde. Wer da noch an Zufall glauben möchte…
http://www.insm.de/Downloads/PDF_-_Dateien/INSM_Pflege-Manifest.pdf
Oswald Metzger und die INSM sind gescheitert…
Ich habe es offen gestanden nicht zu hoffen gewagt, aber die CDU-Mitglieder im Kreis Biberach haben es gewagt der heiligen Pofalte der CDU zu widersprechen und haben den ersten vollständig INSM-eigenen Bundestagsabgeordneten zun…
[...] war Raffelhüschen schon als neuer Gesundheits- und Arbeitsminister vorgesehen. Aber es hat nicht sollen sein. Alle [...]