Als ich neulich für den Artikel über die INSM-Propagandamaschine Unicheck.de recherchierte, kam ich via DENIC zu einer Adresse am Kölner Gustav-Heinmann-Ufer. Dort hat nicht nur die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ihre Büros, sondern auch das Institut der deutschen Wirtschaft , bekannt als IW Köln. In meinem ersten Beitrag über die INSM habe ich bereits Adressen von Websites und Projekten der INSM veröffentlicht. Auch nicht uninteressant ist aber die Betrachtung der Projekte des IW Köln, das ja arbeitgebernah und wirtschaftsliberal ausgerichtet ist, denn es richtet sich im Auftrag von Unternehmen und Interessenverbänden an Politik und Öffentlichkeit. Nachfolgend also eine kleine Übersicht der Projekte:
- Deutsche Wirtschaft
(www.deutsche-wirtschaft.de/) - Innovation Market
(www.innovation-market.de/) - Deutschland innovativ
(www.deutschland-innovativ.de/) - Rehadat – Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation
(www.rehadat.de) - Ausbildung Plus – Mehr Qualifikation für Azubis
(www.ausbildungplus.de, www.ausbildung-plus.de) - Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH
(www.iwconsult.de) - Schüler als Computerlotsen, Projekt mit der Deutschen Industrieforschung und dem BDI (www.computerlotsen.de)
- Go to school
(www.icus.de, www.gotoschool.de) - Kirche und Wirtschaft
(www.kirche-und-wirtschaft.de) - JUNIOR
(www.juniorprojekt.de) - Innovationsstimulierung
(www.insti.de) - klimazwei
(www.klimazwei.de) - Blickpunkt Wirtschaft
(www.blickpunkt-wirtschaft.de, www.div-blickpunkt.de) - Deutscher Institutsverlag
(www.divkoeln.de) - BEST-Zeit: Informationen zu flexiblen Arbeitszeiten
(www.flexible-arbeitszeiten.de) - INA-Netzwerk
(www.ina-netzwerk.de) - AKTIV online
(www.aktiv-online.info)
Das ist nur das Ergebnis einer kurzen Recherche via Google über Schlagworte wie Institut der deutschen Wirtschaft, IW Köln und Gustav-Heinemann-Ufer 84-88. Dort sitzen mitunter auch noch einige Firmen aus dem Verband Gesamtmetall, beispielsweise eine eLearning-Firma. Es dürfte also realistisch und zutreffend sein, von einer engen Verquickung von INSM, IW Köln und dem Verband Gesamtmetall auszugehen.
Wie man sieht, greifen die INSM und das IW Köln wie Kraken mit ihren Fangarmen um sich und beackern gezielt vielversprechende Themengebiete. Auffällig ist da vor allem die Vielzahl der Projekte für Schüler und Jugendliche. Junge Menschen sind nämlich noch leicht in gewünschter Form zu indoktrinieren, denn sie verfügen noch nicht über eine so ausgeprägte Kritikfähigkeit und Medienkompetenz wie Erwachsene. Sie gehen daher der Propaganda solcher Lobbys am ehesten auf den Leim. Die Folge ist eine gewünschte Umerziehung der Bürger über Generationen hinweg.
Interessant ist zudem, dass viele Projekte des IW Köln von Landes- und Bundesministerien gefördert werden. Man greift also offensichtlich auch öffentliche Mittel ab, um seiner Lobbytätigkeit für Unternehmen und Interessenverbände nachzugehen. Da diese Mittel in der Regel vom Steuerzahler kommen, bezahlt der Bürger also auch noch dafür, dass dieses Reichspropagandaministerium von Kapital und Wirtschaft die Sprache und Hirne der Menschen verdreht. Es wäre einmal interessant zu erfahren, welche Beträge das IW Köln pro Jahr von den Bundesministerien und den Landesministerien Nordrhein-Westfalens erhält. Denn die Summe könnte man als indirekte Subvention an die Wirtschaft für PR- und Propaganda- Maßnahmen bezeichnen. Darüber beschweren sich die Unternehmen und Lobbys aber natürlich nicht, wenn von Subventionsabbau die Rede ist. Aber beim durchschnittlichen Bürger soll man doch bitte schön kräftig zulangen, damit mehr Geld in den Kassen ist. Drei Mal dürfen Sie raten, wohin dieses Geld anschließend gehen soll…
Dreist. Sehr dreist würde ich das nennen. Aber das Phänomen von den von Kunden und Bürgern finanzierten Untaten der Unternehmen ist öfter zu beobachten.
Wer bezahlt den die Anwälte der Korrupten Siemens-Leute? Etwa diese selbst?
Und noch ein anderes schönes Beiwerk hat die ganze Sache: Wenn die Insm einen von “sich” zu bspw. Christiansen schicken, können sie gleich noch einen vom Institut der Deutschen Wirtschaft mitschicken, der dann froh und lustig die Ergüsse des Ersteren bejubelt. Der uninformierte Zuschauer durchblickt ja nicht, dass es sich da wohl um sehr nahestehende Verbündete handelt.